Fundraising 2.0 Camp: Die Kommunikation macht den Unterschied

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Die Überredungskünste haben gefruchtet und so durfte ich letzten Freitag einer der gut 130 Teilnehmer am Fundraising 2.0 Camp sein – es hat sich gelohnt, es war lehrreich und inspirierend. Lehrreich deswegen, weil einem wieder bewusst wird, wie klein die Nische immer noch ist, in der sich die Schnittmenge aus NPO und Social Media bildet. Inspirierend weil man auch als vermeintlich Netzaffiner immer noch was dazulernen kann. Damit die Nische keine bleibt, hat das Fundraising 2.0 Camp geholfen einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Alte Fundraising-Hasen und Digital Natives trafen zusammen und stellten fest, dass sie im Grunde das gleiche Ziel verfolgen, wenn auch noch auf unterschiedlichen Wegen. Erfreulich war, dass das Konzept BarCamp auch in einem Umfeld funktionierte, das sich sonst eher auf Kongressen und Tagungen austauscht. Das lag sicher an der ausführlichen Vorstellung des Konzept, zu Beginn des Fundraising 2.0 Camp. Die Bereitschaft aller Teilnehmer sich kooperativ zu neuen Ufern aufzumachen, bildete einen mindestens ebenso wichtigen Grundpfeiler.

Für mich startete der Tag mit der Session, wie die Zielgruppenansprache auf den jeweiligen Plattformen aussehen muss. Initiator und Fragesteller war in dem Fall ein “alter Hase”, der sich Tipps für den Einstieg in die Social-Media-Welt holte. Weiter ging es mit den “Best of Fundraising 2009″ von Katrin Kiefer und Jörg Reschke, die auch einen Ausblick auf kommende Trends boten. Obwohl Usability und Barrierefreiheit von Webseiten seit jeher ein Thema sind, wird es oft nur stiefmütterlich behandelt. Daher war auch dieses Thema eine lohnende Session. Meinen persönlichen Abschluss bildete eine Einführung in Facebook, die, das haben einige schon leidvoll erfahren, bei mir Tatendrang ausgelöst hat. Eine Session über Zahlen und Fakten zu Social Media und Online-Spenden musste aus Zeitmangel leider ausfallen. Jörg Reschke hat aber die Folien veröffentlicht. Lesetipp!

So es die Zeit zulässt, werde ich zu den Workshops noch etwas schreiben, da sie exemplarisch vor Augen führen wie sich der Paradigmenwechsel zwischen klassischem Sozialmarketing bzw. Fundraising und der Philosophie, die hinter Social Media steckt aktuell darstellt. Denn es geht nicht darum alte Nachrichten auf neuen Wegen bzw. Plattformen zu verbreiten. Vielmehr gilt es die Kommunikation zwischen den Beteiligten (Spender, Organisation, Klient) als offenen Dialog zu gestalten, damit alle an der kontinuierlichen Entwicklung teilhaben können. Web 2.0 und Social Media stellen dafür die Werkzeuge zur Verfügung, die eigentliche Herausforderung geht für die meisten Organisationen aber weit über die rein technische Beherrschung hinaus. Da bietet sich an Lao Tse zu zitieren: “Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt”.

Diesen ersten Schritt haben viele am letzten Freitag getan. Der Dank dafür geht an alle,  die sich auf das Abenteuer eingelassen haben. Allen voran dem Organisationsteam des Fundraising 2.0 Camp für die Initiative und die fabelhafte Durchführung und dem Hub Berlin, das sich wieder als ultimativer Camp-Veranstaltungsort präsentiert hat und natürlich an alle Teilnehmer, die das Experiment gewagt haben. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Sponsoren, ohne sie wäre eine Veranstaltung dieses Formats nicht möglich.

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