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Hektarertrag Biomasse vs. Solar vs. Wind

Ein Fundstück aus Sterner et al. 2010. In dem Artikel wird die rechnerische Methanproduktion pro Hektar bei Biomasse (Maisvergärung) mit der von einer Solar- bzw. einer Windkraftanlage auf der gleichen verglichen:

Die Annahmen dabei sind, dass die PV-Anlage 1kWpeak pro 8 m2 produziert, die Windkraftanlage hat eine Leistung von 2,5 MWel und hat 2000 Volllaststunden (23%) im Jahr. Bei den beiden elektrischen Anlagen wird der Strom verwendet um Methan zu produzieren.
Referenz ist ein Hektar auf dem Mais angebaut, von dem 15t Trockenmasse geerntet und in einer Biogas-Anlage vergärt wird. Aus dem dabei produzierten Gas lassen sich 40 MWh thermischer Energie gewinnen.
Bei Solargas ist das Resultat  um den Faktor 20 größer und liegt bei 800 MWh thermischer Energie. Im Vergleich zu konventionellem Biogas sogar über 80 mal größer ist die Produktion bei der Windkraftanlage, nämliche 3300 MWh thermischer Energie.

Das Rechenmodell ist ein rein energetischer Vergleich, er berücksichtigt nicht die Kosten der notwendigen Anlagen. Was ebenfalls nicht einfließt ist der Landschaftsverbrauch und die Auswirkungen des Maisanbaus auf die Umwelt und seine Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion.
Was aber aus dem Vergleich Solargas und Windgas klar wird, ist der eklatante Produktionsvorteil der Windräder, vorausgesetzt der Wind bläst kräftig genug. Für die Windkraft spricht auch der Landschaftsverbrauch, denn im Gegensatz zu PV-Anlagen kann auf einem Gutteil der genutzten Fläche weiterhin Land- und Forstwirtschaft betrieben werden.

Heute findet die erste Klimaschutzkonferenz statt, bei der ein regionales Klimaschutzkonzept für den Wirtschaftsraum Augsburg erarbeitet werden soll. Dafür muss ich mir noch ein paar Informationen über Hydridkraftwerke zurechtlegen und was ist da besser geeignet als ein Blog.

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