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Politik 2.0 auf dem Lechfeld angekommen

Nein, es sind nicht die Piraten, auch nicht die Grünen, es ist die alte Tante SPD, die sich auf dem Lechfeld, einem Landstrich im südlichen Landkreis Augsburg, das Web 2.0 für die politische Arbeit zu Nutze macht. Mit einer Online-Petition sucht die SPD Lechfeld nach Unterstützung, um dem Anliegen nach einer Ringbuslinie, die die Gemeinden auf dem Lechfeld verbindet, Nachdruck zu verleihen.
Damit ist der Anfang gemacht und der Damm gebrochen, ich bin mal gespannt, was da in nächster Zeit noch so alles kommt. Bisher kommen Internet und Politk bei uns in der Provinz nur dann in einem Satz vor, wenn ein Bürgermeister feierlich das Ende eines längst überfälligen DSL-Ausbaus verkündet.

via Singold Bote

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13 Antworten auf Politik 2.0 auf dem Lechfeld angekommen

  1. Halscheidt sagt:

    Wenn ich einen kurzen Kommentar abgeben darf: Die Petition für einen RingBus ist eine gute Idee und peppig aufgemacht. Die Idee selbst aber ein „alter Hut“. Im Gemeinderat in Untermeitingen diskutieren wir das Thema ÖPNV seit Jahren, machen Verbesserungsvorschläge und geben Anregungen, auch direkt gegenüber Vertretern des AVV. Eine Forderung nach besserer Anbindung an die Bahnhöfe Klosterlechfeld und Schwabmünchen findet sich in Sitzungsprotokollen von 2009.
    Die Forderung selbst ist nicht das Problem, die Umsetzung ist viel schwieriger. Aus eigener Erfahrung, und ich bemühe mich seit 2008 um eine Lösung, weiß ich wie um die Problematik. Unser Ziel (FDP) war schon im Jahr 2008 zusätzlich zur besseren Bahnhofanbindung eine regelmäßige Busverbindung von Lechfeld nach Geltendorf zu bekommen, sprich eine MVV-Anbindung. Hier habe ich Gespräche geführt bis zur Staatsekretärin Hassel im bayerischen Wirtschaftministerium und kam mir dann vor wie Don Quichote. Genauso das Angebot für unsere Jugend, sprich Nachtbus vom Lechfeld in die Augsburger Innenstadt ist mit dem jetzigen Angebot unzureichend. Auch hier habe ich eine Zusammenarbeit mit einem anderen Anbieter vorgeschlagen, welche noch geprüft wird.
    Im Ergebnis findet sich der Vorschlag des Ringbusses auch in der Zusammenfassung der im September durchgeführten Forums der Weiterentwicklung des Lechfelds (Städtebauförderung GEL). Hier heisst er eben Lechfeld-Express. Als gutes Beispiel führe ich immer Kaufering an, wo der Bürgerbus kostenlos benutzt werden kann und zum dortigen Bahnhof pendelt.
    Nicht teilen kann ich die Aussage: „Bisher kommen Internet und Politk bei uns in der Provinz nur dann in einem Satz vor, wenn ein Bürgermeister feierlich das Ende eines längst überfälligen DSL-Ausbaus verkündet.“. Hier tun sie allen politisch engagierten Bürgerinnen und Bürgern unrecht. Ich empfinde dies völlig anders (was auch die hohe Zahl der Bürgerinnen und Bürger am stattgefundenen GEL-Forum gezeigt hat). Das Lechfeld ist eine politisch sehr interessierte und auch aktive Region. Und das ist sehr gut.
    Ich unterstütze die Maßnahme der SPD ausdrücklich und freue mich, wenn wir gemeinsam einen Schritt weiterkommen.

  2. @Halscheidt
    Wer da wann, wie und wo in Sitzungsprotokollen auftaucht, ist mir persönlich relativ egal. Wenn Sie oder die FDP das schon früher und/oder besser gemacht haben, will ich Ihnen den Erfolg nicht nehmen. Alleine, es gibt den Ringbus nicht und damit waren Ihre Bemühungen ebenso erfolglos wie alle anderen bisherigen Initiativen.
    Nicht egal ist mir aber der hanebüchene Unsinn, den sie in Bezug auf meine Wertung hinsichtlich „Internet und Politik“ schreiben. Denn mit keinem Wort ist darin das politische Engagement der Bürgerinnen und Bürgern auf dem Lechfeld gemeint. Der Zusammenhang den Sie da konstruieren ist pure Polemik.

  3. Menkinger sagt:

    Also wenn ich mir die Webseiten der Lechfeld FDP so ansehe, dann erfahre ich nicht viel mehr, als den neuen Vorsitzenden und die Schützendorfmeisterschaft 2010. Nicht gegen das Engagement das bestimmt reichlich vorhanden ist. Man erfährt halt nur nix davon im Netz. Deswegen sollte Herr Halscheidt vielleicht nicht ganz so große Reden davon schwingen, daß angeblich jemandem Unrecht angetan wird.

  4. Andre sagt:

    Da hat Herr Halscheidt ja etwas gründlich missverstanden. Ich verstehe das jedenfalls schon so, dass es um Politik im Internet geht und nicht das Engagment der Bürger vor Ort.

  5. Hinz & Schulz sagt:

    Vielen Dank Herr Halscheidt, daß sich so fürs Lechfeld einsetzen und uns vor der Diffamierung durch die bösen Buben aus dem Internet beschützen. Auch wenn es nicht der Realität entspricht. Ich für meinen Teil sehe mich weder als Lechfelder, noch als politisch engagierter Mensch zu Unrecht behandelt. Das stimmt was hier geschrieben steht. Das Internet wird vor allem als Wirtschaftsfaktor gesehen. Das ist zwar nicht ganz verkehrt, es ist aber auch ein Instrument der Willensbildung. Und als solches wird es noch nicht so genutzt, wie es möglich wäre. Das mag man an der einen oder anderen Stelle vielleicht nicht für so wichtig halten. Faktisch ist es aber so und nicht mehr steht da oben und wenn sie mehr in den Satz hineininterpretieren, dann sagt das mehr über Sie, als über den Autor des Artikels, der scheinbar einen wunden Punkt getrofffen hat.
    Was die alten Hüte angeht. Ja, so ein Ringbus wird schon lange erfolglos diskutiert. Das bedeutet aber auch, daß man bisher die falschen Wege gegangen ist. Wenn Ihnen wirklich an der konstruktiven Zusammenarbeit gelegen ist, dann unterzeichnen Sie die Petition und rufen Sie alle Bürger auf es Ihnen gleichzutun.

  6. @Hinz & Schulz
    Dass ich mal als böser Bube aus dem Internet daherkommen würde, hätte ich mich auch nicht träumen lassen 😉

  7. Hinz & Schulz sagt:

    Sind Sie ja nicht. Ganz nebenbei: Ich finde das ganz erfrischend, was Sie da so machen, auch der Singold Bote gefällt mir.

  8. Menkinger sagt:

    Da muss ich Hinz & Kunz zustimmen!

  9. @Hinz & Kunz + @Menkinger
    Danke, freut mich wenn’s gefällt.

  10. Stefan R. sagt:

    Es ist aber auch bezeichnend, wenn das Thema hier diskutiert wird und nicht im Blog des SPD bzw. der Initiative.

  11. Halscheidt sagt:

    Persönlich empfinde es als Schade, wenn man persönlich angeriffen wird, wenn man sich einem Blog von Herrn Wenzl beteiligt („hanebüchener Unsinn“). Anfügen möchte ich, dass ich weder beleidigt bin, noch mimosenhafte Eigenschaften habe. Ich habe lediglich meine Sichtweise kundtgetan, die ab scheinbar nicht ins Konzept passt. Nun gut, man lernt ja jeden Tag dazu. Ich wünsche allen viel Erfolg und persönliche Zufriedenheit. Und nie vergessen: Toleranz kommt von tolerare, sprich erdulden.

  12. @Halscheidt
    Es geht nicht um Sichtweisen, die seien Ihnen gelassen. Es geht darum, dass sie dieses Blog als politische Plattform für sich selbst nutzen und sich dabei in einer Unterstellung versteigen. Nämlich der, dass ich das politische Engagement der Lechfelder diskreditieren würde. Das ist vollkommen daneben, das steht da oben nicht und die anderen Kommentare zeigen mir, dass ich das auch gar nicht so missverständlich formuliert habe. Wenn Sie das trotzdem behaupten ist das eben hanebüchener Unsinn, von mir aus auch einfach an den Haaren herbeigezogen. Dafür brauche ich auch keine Lateinstunde von Ihnen, denn wie Sie sicher schon bemerkt haben, sind Ihre Kommentare hier zu lesen. Wenn das alles so fürchterlich intolerant ist, wären sie wohl nicht veröffentlich worden.
    Wenn Sie es nicht im Kreuz haben einen Fehler zu erkennen, dann lassen Sie es, das ist Ihre Sache. Zimmern Sie sich ruhig auch noch eine Verschwörungstheorie zusammen, dass Ihre Äußerung nicht ins Konzept passen. Nur glauben Sie bitte nicht, dass ich politische Rhetorik nicht durchschauen würde.

  13. Stefan R. sagt:

    Fürs Protokoll: Ich verstehe die Formulierung auch so, dass es um das Internet als politisches Instrument geht. Der ganze Artikel geht um nichts anderes, es geht ja nicht einmal um Verkehrspolitik. Es geht um eine Online-Petition, die vermutlich die erste ihrer Art bei euch in der Ecke ist. Nebenbei, bei mir gab es so etwas noch nicht und da ist auch Provinz. Im Text ist auch keine parteipolitische Präferenz zu erkennen.

    @Halscheidt
    Um das mal ganz klar zu sagen. Was sie schreiben hat nichts, überhaupt rein gar nichts mit Beteiligung zu tun. Für mich klingt das eher wie der Versuch das Thema zu übernehmen. Damit sind wir bei meinem ersten Kommentar. Wenn es fachlich etwas zu diskutieren gibt, dann wäre das Blog der SPD doch der passendere Ort, oder? Ansonsten geht es hier doch ursprünglich um die Wechselwirkung Internet und Politk. Dazu lese ich in Ihren beiden Kommentaren nichts.