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Serienmäßig mit Motorbremse

Beim Überfliegen der Presseverteiler bin ich heute bei diesem Absatz hängengeblieben:

Für den optimalen elektrischen Energiehaushalt sorgt ein Bremsenergie-Rückgewinnungssystem, das im Schub- beziehungsweise Bremsbetrieb des Fahrzeugs Bewegungsenergie über die Lichtmaschine zurückgewinnt und in Form von elektrischer Energie in die Batterie einspeist. Dies geschieht automatisch, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt oder bremst.

Da hat also ein Autohersteller die Möglichkeit entdeckt, dass beim Bremsen der Motor durch die Massenträgheit des Fahrzeug angetrieben wird. Früher nannte man das Motorbremse, heute ist es ein „Bremsenergie-Rückgewinnungssystem“. Nix gegen Opel, die das in einem Text zum neuen Zafira Tourer geschrieben hat und auch nix gegen die möglicherweise dahinterstehende Optimierung, die Lichtmaschine schon in niedrigen Drehzahlen zum Laden der Batterie zu verwenden. Eine Nummer kleiner hätte es aber schon auch getan.

Klar, die Start-Stop-Technik, bei der der Motor bei (fast) jedem Halt ausgeht, fordert die Autobatterie schon ein wenig mehr, als es bei konventionellen Motoren der Fall ist. Aber es gibt auch schon jetzt Automobilisten, die den Motor selbst bei kurzen Stopps ausmachen, im Zweifel kommt halt eine stärkere Batterie und ein passender Laderegler rein. Aber das klingt vielleicht nicht so spektakulär wie „Bremsenergie-Rückgewinnungssystem“.

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2 Antworten auf Serienmäßig mit Motorbremse

  1. Stefan R. sagt:

    Ich würde mir ja die Frage stellen wie die Batterie im Stand geladen wird, wenn der Motor nicht läuft und darauf zielt das Bremsenergie-Rückgewinnungssystem möglicherweise ja auch ab.

  2. @Stefan R.
    Ohne mich jetzt weit aus dem Fenster lehnen zu wollen. Im Stand, also mit Motor bei Leerlaufdrehzahl, dürfte die Batterie eh nicht sonderlich viel geladen werden. Steht AFAIK auch in den meisten Bedienungsanleitungen.