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Welcher E-Book-Reader soll es werden?

Ausgelöst durch den günstigen neuen Amazon Kindle, der kürzlich in Deutschland erschienen ist, geriet bei mir das Thema E-Book-Reader wieder in den Fokus. Seit die ersten brauch- und bezahlbaren Reader auf den Markt gekommen sind, habe ich mir immer mal wieder überlegt so ein Gerät zuzulegen. So wirklich überzeugt hat mich dann aber keiner der Hersteller und so blieb ich weiter beim Papier. Die diversesten Kleingeräte, wie Notebook, Netbook oder Smartphone, haben es mir aber auch leicht gemacht, denn wenn ich etwas mobil und in elektronischer Form lesen wollte, konnte ich diese verwenden. So richtig zufrieden bin ich damit auch nicht. Selbst das vergleichsweise kleine Netbook ist unhandlich und das Smarthphone eigentlich schon wieder zu klein. Die diversesten Pads oder Tablets wären da vielleicht eine Lösung, “nur fürs Lesen” können sie zu viel, sind i.d.R. zu groß und relativ teuer (selbst das jüngst verschleuderte HP TouchPad wird wieder annähernd zum alten Listenpreis gehandelt).

Wie schon oben geschrieben, kam der letzte Impuls durch den Amazon Kindle und dabei vor allem der niedrige Preis. Ein näherer Blick darauf, zeigte aber, dass der günstige Reader an einer mir entscheidenden Stelle beschnitten wurde: er kann keine MP3s abspielen. Die Vorlesefunktion (Text-To-Speech) fehlt auch, ist mir aber nicht sonderlich wichtig. ePub beherrscht er nach wie vor nicht, das hat den Kindle schon bei früheren Überlegungen disqualifiziert. Beim Blick auf die Konkurrenz kommen drei Reader, die dieser Tage auf den Markt kommen, in die engere Auswahl:

Bookeen Cybook Odyssey -> alles noch sehr vage, zu Liefertermin und Preis ist nichts bekannt
Kobo Touch -> scheint bei der Darstellung von PDF recht gut zu sein, kann aber keine MP3s wiedergeben
Sony PRS-T1 -> abgesehen davon, dass keine Hülle zum Lieferumfang gehört, eigentlich ideal

Bevor ich jetzt sofort zum Konsum ansetze, bin ich über jeden Tipp dankbar, welche Reader ich ebenfalls in Erwägung ziehen sollte. Wichtig ist mir, dass er ePub + PDF, möglichst mit DRM darstellen kann, MP3-Wiedergabe sollte möglich sein und ein wenigstens rudimentärer Browser sollte ebenfalls vorhanden sein. WiFi, also WLAN ist zwingend notwendig und je weniger Windows fürs Aufspielen von Büchern und Musik notwendig ist, umso besser. Als Display ist mir E-Ink sympathischer als LCD.

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9 Antworten auf Welcher E-Book-Reader soll es werden?

  1. Stefan R. sagt:

    Was ist denn mit dem Oyo und dem Schnäppchen von Weltbild/Hugendubel?

  2. @Stefan R.
    Der Trekstor, den Weltbild & Co. anbietet hat kein WLAN. Dem Oyo, der von Thalia vertrieben wird, hat sich nicht nur Freunde geschaffen. Demnächst soll ein Nachfolger erscheinen, bei dem die Probleme des ersten Modell beseitigt sind. Näheres habe ich dazu aber noch nicht gelesen.

  3. Menkinger sagt:

    Du hast keinen eBook-Reader? Das ist ja nicht zu glauben, selbst ich habe mir letztes Jahr den Kindle besorgt. War am Anfang auch ganz nett. Was mir fehlt das Ausleihen von Büchern. Denn so viele Bücher kaufe ich gar nicht. Die meisten Leihe ich mir aus.

  4. Joe sagt:

    Was hast Du denn gegen ein Pad. da hast Du wenigstens einen ordentlichen Browser dabei und lässt sich fast beliebig mit Apps erweitern. Ein eReader bleibt immer ein eReader. Ausserdem bieten Pads mit dem Einsatz von Multimedia ganz neue Möglichkeiten für Bücher und Zeitschriften.

  5. Joe sagt:

    Ganz vergessen: iRiver Story HD

  6. @Menkinger
    Ach, ich bin da nicht so technikverliebt wie es vielleicht scheint. Es muss halt Sinn machen. Beim Umstieg von Vinyl auf CD habe ich seinerzeit auch gewartet bis die CDs einen echten Vorteil gegenüber den LPs boten.
    Das Ausleihen von Büchern und Zeitschriften, ist für mich ein entscheidendes Argument gegen den Kindle.

    @Joe
    Für mich habe ich festgestellt, dass dieses Multifunktionelle der Pads + Tablets eher zur Ablenkung führt. Es geht mir ja ums Lesen und nicht so sehr ums Surfen im Internet oder Multimedia.
    Den Story HD gibt es D noch nicht mit WLAN. Was die Auflösung angeht, würde er mir schon gefallen, allerdings habe ich noch keine verlässliche Information dazu, ob auch ein Browser an Bord ist.

  7. Sven sagt:

    Von Trekstor gibt es auch einen eReader der WiFi kann. Ich glaube der wird vom Börsenverein vertrieben.

  8. @Sven
    Du meinst vermutlich den Trekstor Liro Color. Der hat WLAN, allerdings bin ich mir mit dem TFT-Display nicht so ganz sicher ob die Lesbarkeit sonderlich gut ist, zumal die Auflösung mit 800×480 niedriger ist, als bei den eInk-basierten Readern.

  9. Sven sagt:

    Sieht so aus als als wenn der der Sony T1 noch eine Kinderkrankheit hätte: http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=153031