Wieder zurück von der e-miglia 2010

Die erste Elektrorallye über die Alpen ist geschafft. Das Team anders-unterwegs.de hat die Klasse der dreirädrigen Elektrofahrzeige gewonnen. Ja, das stand bereits vorher fest, vorausgesetzt wir schaffen es ins Ziel. Genau an dem Punkt gab es einige Zweifel an unseren Fähigkeiten und denen des orangen TWIKE. Gut, denen hätten wir jetzt bewiesen, dass es doch geht. Aber darauf kommt es nicht an. Wichtig ist, dass die e-miglia 2010 für alle Teilnehmer gesund zu Ende ging und für alle ein Vergnügen war. Das war die Elektrorallye zweifellos. Wenn es irgendwann ein wenig gegrummelt hat, fällt das im Nachinein nicht mehr ins Gewicht. Die elektrisierende Alpenrallye war ein gelungenes Experiment das eine Fortsetzung finden sollte. Ein paar Dinge dürfte man gerne ändern, im Grossen und Ganzen war es generalstabsmässig vorbereitet und lief astrein ab.

Persönlich hat mich die Medienarbeit beeindruckt. Bei ähnlichen Veranstaltungen zum Thema Elektromobilität ist das gerne mal ein Stiefkind. Hier war sie perfekt inszeniert und auch wenn es manchmal vielleicht nervig war, wenn einem nach einer anstrengenden Etappe gleich ein Mikrofon entgegengestreckt wurde, im Endeffekt ist es Aufmerksamkeit die damit erzeugt wird,  die man sonst teuer einkaufen müsste.

Begeistert haben mich auch die anderen Teilnehmer. Spätestens nach dem ersten Tag war selbst den Rallyenovizen klar, dass Streckenprofil und Reglement den Tesla Roadsters entgegenkommt. Trotzdem haben alle weitergemacht und so ist es fast schon ein Treppenwitz, dass die einzige (kurzzeitige) Verstimmung über das Reglement innerhalb der Tesla-Fraktion aufkam. Aber eben nur kurzzeitig und danach ging es weiter fair durch die Alpen.

Höhepunkt war die Überquerung des Brenner- und des Jaufenpasses. Mir war klar, dass unser oranger Untersatz das schaffen wird. Denen die zweifelten fiel danach erst die Kinnlade runter und anschliessend gab es anerkennendes Schulterklopfen. Die dritte Etappe war eh so was wie ein Glücksgriff für uns. Die Sonderprüfung des Tages, war vom Profil her auch für den vergleichsweise kleinen Motor des TWIKE kein Problem. Auf dem Safety Park Platten mussten zwei Runden mit möglichst identischer Zeit gefahren werden. Mit einer halben Sekunde Unterschied gelang uns das recht gut und gab am Ende den fünften Platz im Tagesklassement. Alle anderen Sonderprüfungen auf Zeit waren hingegen nicht die Domäne des TWIKE und wurden zusätzlich durch Fahr- und Beifahrerfehler versaubeutelt. Kann man nix mehr machen und muss man als Lerneffekt für die e-miglia 2011 mitnehmen.

Wie erwähnt, alle Teilnehmer und deren Fahrzeuge haben mir gefallen. Mein persönliches Sieger sind der Think City. Eines der norwegischen Elektrofahrzeuge, das Team Move About Bosch mit Fahrer Markus Spiekermann, hat es geschafft die Phalanx der Tesla Roadster zu durchbrechen und landete auf dem dritten Platz der Gesamtwertung. Hinzukommt, dass ich das Konzept des Think City für das am ehesten alltagstaugliche halte. Nichts gegen die anderen Fahrzeuge, auch nicht gegen unseres, jedes erfüllt gewisse Anforderungen. Dem was man hinlänglich als Alltagsmobilität für eine breite Gruppe bezeichnet, kommt der Think City am nächsten. Er bietet eine gute Reichweite und ausreichend Platz zum Transport von Einkäufen o.ä.

Zum Schluss der Dank an alle die es möglich gemacht haben, dass die e-miglia stattfinden konnte und wir dabei waren! Mehr über unserer Erlebnisse steht im Rallyetagebuch und über einen Blick auf die Sponsorenseite würde nicht nur ich mich freuen. Bilder von der e-miglia 2010 gibt es natürlich auch.

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2 Antworten auf Wieder zurück von der e-miglia 2010

  1. Pingback: Farmblogger

  2. Das habt ihr aber gut gemacht! Und auch eure unermüdliche Berichterstattung auf allen Kanälen muss hier lobend erwähnt werden. Vorbildlich für weitere Aktionen im Web 2.0 in der Hersbrucker Alb.