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Windgas

Wer hätte gedacht, es gibt sogar schon einen Gattungsbegriff für das Gas, das ins Erdgasnetz einspeist wird: Windgas. Allerdings ist mir noch nicht so ganz klar, ob es dabei explizit um Methan od. Wasserstoff handeln muss oder ob es einfach für alle Formen der Gaseinspeisung geht, die ihren Ursprung in der Elektrolyse haben. Wasserstoff lässt sich grundsätzlich ja auch mit Erdgas mischen, allerdings darf der Anteil nicht mehr als 5% des Volumens sein.

Wie auch immer, wir befinden uns da wahrscheinlich auch an eine Zeitpunkt, an dem noch viel in Bewegung ist, nicht nur Begriffe. Wobei der Begriff Windgas natürlich suggeriert, dass es sich um die Kombination aus Windkraft und Gasproduktion handelt. Im hohen Norden mag das funktionieren, das stehen auch die meisten Windräder. Im Süden sind die Barrieren für die Windkraft noch hoch und technisch spricht nichts dagegen auch den Strom aus Solaranlagen zu verwenden.

In anderer Hinsicht ist Windgas ein geradezu prophetisches Wort, nämlich dann wenn man es den Wind in den Segeln meint. In der Diskussion um die Energiewende grasiert das Totschlagargument der Nord-Süd-Stromtrassen, die man unbedingt braucht, aber keiner haben will. Mit dem Gasnetz stünde eine Transportmöglichkeit zur Verfügung, die es erstens schon gibt und zweitens, da unterirdisch verlegt, weniger von dem Widerstand hervorruft, den Strommastpolitiker herbeireden wollen.

In dieses Horn stößt auch Greenpace Energy mit seinem Produkt proWindgas und betont die Vernetzung von Strom- und Gasnetz. Weil deren Video das Konzept auch jenseits der eigenen Marke gut erklärt darf es hier nicht fehlen.

Morgen findet die erste Klimaschutzkonferenz statt, bei der ein regionales Klimaschutzkonzept für den Wirtschaftsraum Augsburg erarbeitet werden soll. Dafür muss ich mir noch ein paar Informationen über Hydridkraftwerke zurechtlegen und was ist da besser geeignet als ein Blog.

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